Inhal­te

In aller Kürze

In dieser Ausbildung lernst du Segenslinien in deinem eigenen Leben zu erkennen, deinen Glauben zu durchdenken und die verschiedenen Bereiche deines zukünftigen Arbeitsfeldes miteinander zu verknüpfen. Weil wir davon überzeugt sind, dass gemeindepädagogisches Handeln sowohl ein gutes theologisches Fundament wie auch praktisches pädagogisches Handwerkszeug braucht, betrachten wir beide Themenfelder von Anfang an integriert – und achten dabei nicht nur auf Wissensvermittlung, sondern vor allem auf ein kompetenz- und erfahrungsorientiertes Lernen mit einer starken Praxisorientierung. Damit wirst du für die professionelle Arbeit als Gemeindepädagogin bzw. -pädagoge in Gemeinden, freien Werken, Aufbauprojekten und vielem mehr befähigt. Weil die Ausbildung kirchlich anerkannt ist, eröffnet sie dir Arbeitsmöglichkeiten in Landes- und Freikirchen. Darüber hinaus erwirbst du auch noch die staatliche Anerkennung als Erzieherin bzw. Erzieher.

In aller Ausführlichkeit

Wie kann ich mir den Unter­richt am MBS vor­stel­len? 

Der Unter­richt am Bibel­se­mi­nar ist von Anfang an inte­griert. Das bedeu­tet, dass wir theo­lo­gi­sche und päd­ago­gi­sche Inhal­te soweit es irgend geht, auf­ein­an­der bezie­hen, so dass alle The­men von bei­den Sei­ten betrach­tet wer­den. Das Ziel dabei ist es, nicht nur Bibel­wis­sen anzu­sam­meln oder Erzie­hungs­theo­ri­en zu ver­ste­hen, son­dern Kom­pe­ten­zen zu erwer­ben, die für die Arbeit als Gemein­de­päd­ago­gin bzw. ‑päd­ago­ge in unter­schied­li­chen Arbeits­fel­dern aus­rüs­ten. Unse­re Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten arbei­ten des­halb auch in den unter­schied­lichs­ten Berei­chen in Kir­chen und Frei­kir­chen, in Gemein­den und bei über­re­gio­na­len Trä­gern, in Gemein­de­grün­dun­gen und Auf­bau­pro­jek­ten und vie­les mehr – eben über­all, wo mit Kin­dern, Jugend­li­chen und (jun­gen) Erwach­se­nen aus christ­li­cher Per­spek­ti­ve her­aus gehan­delt wird. 

Auch legen wir beson­de­ren Wert auf erfah­rungs­ori­en­tier­tes Ler­nen, weil wir so schu­li­sches Ler­nen mit dem Leben ver­knüp­fen. Neben der klas­si­schen Ver­mitt­lung von fach­li­chen Inhal­ten (Vor­trä­ge, Refe­ra­te und Lite­ra­tur) gehen wir  mit Stu­di­en­ta­gen, gemein­sa­men Lern­wo­chen, Pro­jek­ten und vie­lem mehr neue hand­lungs- und erleb­nis­ori­en­tier­te Wege: Wir knüp­fen an gemach­te Erleb­nis­se an und schaf­fen neue Erfah­rungs­mög­lich­kei­ten. Dahin­ter steht die Ein­sicht, dass Ler­nen nach­hal­ti­ger ist, wenn es mit Erfah­rung und Erle­ben ver­bun­den ist und gro­ße All­tags­nä­he hat.

Unser Unter­richt fin­det daher nicht in klas­si­schen Schul­fä­chern, son­dern in Auf­ga­ben­fel­dern statt. 

Wel­che Auf­ga­ben­fel­der gibt es?

Ins­ge­samt haben wir acht ver­schie­de­ne Auf­ga­ben­fel­der:

  • AF1: Beruf­li­che Iden­ti­tät und pro­fes­sio­nel­le Per­spek­ti­ven wei­ter­ent­wi­ckeln
  • AF2: Päd­ago­gi­sche Bezie­hun­gen gestal­ten und mit Grup­pen päd­ago­gisch arbei­ten
  • AF3: Lebens­wel­ten und Diver­si­tät wahr­neh­men, ver­ste­hen und Inklu­si­on in Gemein­de und sozi­al­päd­ago­gi­scher Ein­rich­tung för­dern
  • AF4: Gemein­de- und sozi­al­päd­ago­gi­sche Bil­dungs­ar­beit in Bil­dungs­be­rei­chen pro­fes­sio­nell gestal­ten
  • AF5: Erzie­hungs- und Bil­dungs­part­ner­schaf­ten mit Eltern und Bezugs­per­so­nen gestal­ten sowie Über­gän­ge unter­stüt­zen
  • AF6: Insti­tu­ti­on und Team ent­wi­ckeln sowie in Netz­wer­ken koope­rie­ren
  • AF7: Die Bot­schaft der Bibel erschlie­ßen und in heu­ti­gen Kon­tex­ten ver­kün­di­gen
  • AF8: Grund­la­gen des christ­li­chen Glau­bens inhalt­lich reflek­tie­ren und sei­ne Kon­se­quen­zen für mensch­li­ches Han­deln beur­tei­len ler­nen

Hin­zu kom­men noch die Fächer Seel­sor­ge, Reli­gi­ons­päd­ago­gik, Rhe­to­rik (Deutsch) und Eng­lisch. Wer sich auf den BA vor­be­rei­tet, wird statt in Eng­lisch in Nie­der­län­disch unter­rich­tet.

Ein klei­ner Ein­blick

Hier bekommst Du einen klei­nen Ein­blick in die Inhal­te unse­rer theo­lo­gi­schen Aus­bil­dung. In die­sem Video wird die so genann­te “Heils­ge­schich­te” der Bibel kurz erklärt. Er soll eine knap­pe Ant­wort auf fol­gen­de Fra­gen geben: Was hat sich Gott gedacht, als er die Welt geschaf­fen hat? Was ist sein Ziel mit die­ser Welt? Und wel­che Rol­le spie­len dabei die Men­schen?

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Besteht die Aus­bil­dung nur aus Untericht?? 

In der Regel fin­det der Unter­richt immer vor­mit­tags von Mon­tag bis Frei­tag statt. An man­chen Tagen hat man auch mal Nach­mit­tags­un­ter­richt. Dar­über hin­aus gibt es vie­le Mög­lich­kei­ten, den eige­nen Nach­mit­tag zu gestal­ten: Neben Haus­auf­ga­ben machen oder Freun­de tref­fen fin­den sich die Stu­die­ren­den immer wie­der zu gemein­sa­men Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten zusam­men. Auch hilft jede/r für eine Stun­de in der Woche ganz prak­tisch auf dem Cam­pus-Gelän­de mit, z.B. bei der Gar­ten­ar­beit oder im Putz­team. Im ers­ten Jahr kommt außer­dem die Mit­ar­beit in einer christ­li­chen Gemein­de vor Ort dazu. Vie­le enga­gie­ren sich auch dar­über hin­aus in den viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten der christ­li­chen Gemein­den vor Ort oder genie­ßen die Viel­falt des Mar­bur­ger Stu­den­ten­le­bens.

State­ments

Hal­lo. Mein Name ist Ant­je. Nach mei­ner Aus­bil­dung am MBS habe ich als Kin­der- und Fami­li­en­re­fe­ren­tin in einer Gemein­de gear­bei­tet. Mich hat die Aus­bil­dung am MBS gut auf den Arbeits­all­tag vor­be­rei­tet. Trotz­dem gab es Berei­che, in die ich erst hin­ein­wach­sen muss­te, aber auch hier­für wur­de mir Hand­werks­zeug mit­ge­ge­ben. Und mir gibt es Sicher­heit, auf die tol­le Gemein­schaft und die Kom­pe­ten­zen von mei­nen Mit­stu­die­ren­den und den Leh­re­rin­nen und Leh­rern zurück­grei­fen zu kön­nen und sie auch jetzt noch um Rat fra­gen zu kön­nen — auch wenn ich momen­tan gera­de in der Baby­pau­se bin und Theo­rie Pra­xis wer­den las­se .

Antje Homberger

Ant­je Hom­ber­ger

Gemein­de­päd­ago­gin

Moin, ich bin Gabri­el. Momen­tan arbei­te ich im schö­nen Meck­len­burg-Vor­pom­mern in Neu­bran­den­burg. Genau­er gesagt auf dem Dat­ze­berg, einem Stadt­teil, in wel­chem die meis­ten Men­schen sozio­öko­no­misch abge­hängt sind und die wenigs­ten einen Bezug zum Glau­ben auf­bau­en konn­ten. Bei die­ser Arbeit hilft mir das Wis­sen, wel­ches mir am MBS ver­mit­telt wur­de. Beson­ders Arbeit ist mir die Ver­bin­dung von Theo­lo­gie und Päd­ago­gik eine gro­ße Hil­fe, um kon­tex­tua­li­siert auf die Bedürf­nis­se der Men­schen ein­ge­hen zu kön­nen. Das MBS ist für mich jedoch mehr als nur eine Schu­le. Es ist viel­mehr ein Ort, an dem ich in mei­ner Per­sön­lich­keit wach­sen, Freun­de ken­nen ler­nen und mei­ne Beru­fung ent­de­cken und fes­ti­gen konn­te.

Gabriel Klemme

Gabri­el Klem­me

Gemein­de­päd­ago­ge

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